Schweißdrüsenentfernung: Wenn das Deo nicht mehr hilft
Eine Entfernung der Schweißdrüsen gilt vor allem bei Männern als sinnvolle Möglichkeit, übermäßiges Schwitzen zu reduzieren.
Gerade im Sommer ist starkes Schwitzen sehr unangenehm, T-Shirt oder Hemd sind nassgeschwitzt, und es zeichnen sich hässliche Schweißränder auf der Kleidung ab. Dies fühlt sich unangenehm an – und sieht auch nicht unbedingt ästhetisch aus. Schlimmer wird es noch, wenn die hohe Schweißproduktion von einer lästigen und unangenehmen Geruchsentwicklung begleitet wird. In solchen Fällen kann eine Schweißdrüsenentfernung das Mittel der Wahl sein. Sie verhilft dazu, die Produktion von Schweiß am ganzen Körper zu reduzieren und zu normalisieren.
Eine Schweißdrüsenentfernung ähnelt im Grunde einer Fettabsaugung. Sie gehört zur ästhetisch-plastischen Chirurgie und gilt als wenig aufwändige Therapie. Eine sehr schonende Behandlung für das Gewebe ist die Tumeszens Methode. Hier wird eine Spezialflüssigkeit in das Gewebe gespritzt, die Flüssigkeiten enthält, die Gewebsschichten zu lösen. Damit kann die Flüssigkeit einschließlich der Schweißdrüsen mit Hilfe spezieller Kanülen entfernt werden. In der Regel reicht eine lokale Betäubung bei diesem Verfahren bereits aus.
Doch eine Schweißdrüsenentfernung muss nicht zwangsläufig operativ durchgeführt werden. Auch eine Anti-Schweiß-Behandlung kann zielführend sein. In diesem Fall wird Botulinumtoxin A als Alternative verwendet, um eine vorübergehende Reduzierung der Schweißproduktion zu erwirken.
Wie jeder medizinische Eingriff ist auch die Schweißdrüsenentfernung mit Risiken verbunden. Neben den üblichen Risiken eines chirurgischen Eingriffs kann in Einzelfällen ein Flüssigkeitsverlust auftreten, der durch das Absaugen der Schweißdrüsen entsteht. Dieser kann allerdings relativ problemlos ausgeglichen werden.
Die Kosten des Eingriffs können je nach Klinik variieren, so dass sich ein Preisvergleich durchaus lohnt. Wie bei jedem ästhetisch-plastischen Eingriff allerdings sollte auch hier nicht ausschließlich auf den günstigsten Preis abgestellt werden, sondern vor allem auf eine qualitativ hochwertige Behandlung mit entsprechenden Referenzen. Die Kosten bewegen sich bei 1.200 Euro bis 2.200 Euro. Ist die Behandlung medizinisch notwendig, besteht die Möglichkeit der Kostenübernahme durch die privaten, aber auch durch die gesetzlichen Krankenkassen. Eine Anfrage bei der jeweiligen Krankenkasse vor dem Beginn der Behandlung ist deshalb angeraten.
Weitere Informationen zum Thema Hyperhidrose und Schweißdrüsenentfernung
Schweissdruesenentfernung.info: Ratgeber zu den Methoden sowie Ablauf einer operativen Schweissdrüsenentfernung
Wikipedia.org: Allgemeine Informationen zur Hyperhidrose
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